EIN MANTRA FÜR PANIK

In diesen Zeiten zeigen sich vermehrt Ängste und manchmal auch Panik oder Panikattacken. Diese können mit extremen körperlichen Scherzen einhergehen und anderen, sehr unangenehmen Symptomen. Diese Emotionen kommen hoch, ohne dass wir das wollen. Sie können sich auch extremer zeigen als sonst, ohne das wir das wollen. Aber wir brauchen uns nicht hilflos zu fühlen, denn wir sind es nicht! Und das ist der Punkt, der uns stark machen kann und unser momentanes Erlebnis komplett verändern kann.

Selbstverständlich müssen alle Symptome immer medizinisch abgeklärt werden. Wenn ihr dann aber schon wisst: ich / mein Kind zeigt diese Symptome, wenn eine Panikattacke da ist, oder wenn ich /mein Kind einfach Angst hat, dann könnt ihr anderes tun.

Eine Art Mantra, das ihr euch fest einprägen könnt ist, zu eurem Kind, oder zu euch selbst sprechen: „Du bist sicher! Das, was du gerade fühlst, ist schlimm und unangenehm! Ich sehe das. Ich fühle mit dir. Ich bin bei dir. Du bist sicher.“ Es hat sich gezeigt, dass dieser Satz „Du bist sicher“ einer der wirkungsvollsten Sätze in solchen Momenten der erhöhten Angst oder Panik ist. Dieser Satz hat die Kraft, das System wieder ein bisschen zu beruhigen. Unser System gibt einen Fehlalarm. Ja, manche Situationen sind beängstigend. Aber sind sie lebensbedrohlich? Nein, das sind sie nicht. Unser Körper reagiert aber so, als wenn das der Fall wäre. Wenn wir dann Panik wegen der Angst oder Panik bekommen, dann kommen wir in eine Abwärtsspirale, in der alles nur noch schlimmer wird.

Ganz gleich ob es um Ängste oder Panik geht: Immer ist es auch unsere Bewertung von dem, was wir fühlen und denken, was dann für uns gilt. Wenn wir etwas als schlimm, oder gar gefährlich werten, dann stimmt das so für uns. Wenn wir etwas als neutral oder positiv bewerten, dann gilt das. Die meisten Menschen sind vor einem Vortrag oder Auftrag oder wichtigem Gespräch aufgeregt. Forscher haben heraus gefunden, dass alle diejenigen, die solche Aufgaben immer wieder sehr gut bewältigen, eine Sache gemeinsam haben: Sie bewerten ihre Aufregung als positiv. Diejenigen, die diese Zeichen als negativ werten und dann Gedanken haben wie „Ich schaffe das nicht! Ich bin zu aufgeregt!“ können ihre Aufgabe kaum noch gut bewältigen.

Die Erkenntnis, dass die Bewertung eines Reizes / einer Situation erst in uns stattfindet, wurde von den chilenischen Biologen Huberto Maturana und Francisco Varela formuliert. Später wurde diese Erkenntnis dann in der Psychologie aufgegriffen.

In der aktuellen Situation mit all den schwierigen Emotionen können wir uns diese Erkenntnis ganz konkret in unserem Alltag mit unseren Kindern zunutze machen: „Du bist sicher! Es ist riiiiichtig doof und unangenehm, was du gerade fühlst, ich weiß! Aber du bist sicher.“

Emotionen brauchen Platz. Sie müssen da sein dürfen, damit sie sich wieder wandeln können. Sie wollen gefühlt werden. Aber wir sind ihnen nicht ausgeliefert. Wir sind nicht hilflos. Wir können unser Inneres wahrnehmen, und dann steuern. Das braucht etwas Übung, und klappt nicht von heute auf morgen. Aber es ist möglich. Meditiert und übt es da. Schreibt eure Gedanken und Gefühle auf und übt es da. Lasst euch coachen und übt es da.

Auf meinem Instagram Account gehe ich zur Zeit immer wieder online mit Live Meditationen zusammen mit dem Family Circle. Wir unterstützen euch. Und ihr könnt euch selbst und eure Kinder unterstützen. Indem ihr Stärke wählt, und nicht Hilflosigkeit, jeden Tag wieder!

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